Öffentliche Bauten

Einweihung beim Kindergarten Salz

Einweihungsfeiern sind meist etwas steife, von Sonntagsreden umrahmte Angelegenheiten. Am Fest zur Inbetriebnahme des neuen Kindergartens von Salz hatten die Teilnehmer dagegen viel Spaß – dank derjenigen, die vor zwei Wochen schon das Gebäude in Beschlag genommen haben und sich langsam an ihre neue Unterkunft gewöhnen. Kindergartenleiterin Petra Scheuplein und ihr Team hatten mit den Vorschulkindern fleißig geübt, um mit mehreren Liedern und Spielszenen das Ereignis aufzulockern.

Vor Lachen bogen sich die Zuhörer vor allem, als die Kleinen in die Rollen der an der Errichtung Beteiligten schlüpften und nachspielten, wie es zum Bau eines neuen Kindergartens gekommen ist. Vor allem der kleine Bursche, der in viel zu großen Sandalen erschien, hatte die Lacher auf seiner Seite, weil er so trefflich die kleine Marotte des Bürgermeisters auf die Schippe nahm, dass er praktisch niemals festes Schuhwerk trägt.

Doch Martin Schmitt war wie immer für jeden Spaß zu haben und nahm den Jux gelassen hin, um dann selbst etwas über den Ort zu berichten, an dem die neue Einrichtung entstanden ist. Denn einst hatte der Bereich Schafen zum Grasen gedient, bevor dort begonnen wurde, Steine für den Hausbau zu gewinnen. Mit dem Hinweis wolle er andeuten, dass sich die Nutzung von Flächen über die Jahrhunderte verändert.

Pfarrer Tobias Fuchs fand auch, dass der Standort genau die richtige Wahl gewesen ist, gleichwohl im Dorf zu Anfang eine gespaltene Meinung geherrscht hatte. Ebenso sei die Zusammenarbeit zwischen Kirchen- und politischer Gemeinde bestens geeignet gewesen, um das Projekt voranzutreiben.

Allerdings erlebte der Bau einen etwas holperigen Auftakt, erinnerte sich Architekt Alexander Albert. Zuvor war die Vorplanung recht zügig über die Bühne gegangen, weil die Einsicht, dass der alte Standort die Anforderungen nicht mehr erfüllen kann, sehr rasch gekommen war. Kurz nach dem ersten Spatenstich brachte ein Kälteeinbruch die Arbeiten zum Erliegen, doch danach lief alles wie am Schnürchen, so dass der Bau nach insgesamt eineinhalb Jahren vollendet war. Entstanden ist ein Gebäude mit einer Grundfläche von 1.300 Quadratmeter und ein Außenbereich von fast 4.000 Quadratmetern.

Ein Highlight ist die Frischküche, ergänzte Ulrich Dahmann, Vorsitzender des Trägervereins, die allerdings die Kosten etwas in die Höhe trieb. Doch nun kann ein eigene Küchenmannschaft die Kinder über den gesamten Tag versorgen. Nicht nur die Küche ist ein besonderes Qualitätsmerkmal des Kindergartens auch der riesige Außenbereich mit dem einmaligen Blick in die Rhön kommt dem Wohl der Kinder zu Gute und wird in dieser Größe von keiner anderen ähnlichen Einrichtung im Landkreis erreicht. Zum Bedauern von Landschaftsarchitektin Josefa Will konnten die Arbeiten nicht bis zur Einweihung abgeschlossen werden, weil es in der Branche inzwischen erheblichen Mangel an Fachkräften gebe.

Für stellvertretenden Landrat Josef Demar ist der Kindergarten mit seinen unterschiedlichen Angeboten eine zukunftsweisende Einrichtung im Landkreis, was auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel bestätigte. Das sah er darin, dass die Förderquote durch den Freistaat relativ gering ausgefallen ist, weil es so viele Einzelposten gab, die in der Zuschussliste nicht aufgeführt sind. Er sehe ein, dass die Förderrichtlinien daher dringend überprüft werden müssen.

 

 

Bild+Text: Rhön-und Streubote/Eckhard Heise
Volltext unter https://www.rhoenundsaalepost.de/lokales/aktuelles/art2826,659475

 

 

 

 


Veröffentlicht am Dienstag, 26. Juni 2018

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